Webhosting im Vergleich

Webhosting VergleichWer eine eigene Website betreiben will, steht als erstes vor der Frage, welcher Webhoster für ihn geeignet ist. Da man oftmals mehrere Jahre mit seiner Website bei einem Anbieter bleibt, sollte dieser sehr gewissenhaft ausgewählt werden.

Bei der Suche nach einem geeigneten Webhoster sind folgende Fragen zu klären

  1. Wie groß ist mein Bedarf an Webspace für mein Projekt?
  2. Mit wieviel Datenverkehr bzw. Besuchern muss ich rechnen?
  3. Bietet der Webhoster auch die dynamische Programmiersprache PHP an?
  4. Bietet der Webhoster auch das relationale Datenbanksystem MySQL?
  5. Sind beim Webspace auch Inklusiv-Domains enthalten?
  6. Mit wieviel Kosten muss ich pro Jahr rechnen?

1. Webspace

Die meisten Webseiten werden mit dem Content Management System WordPress, Joomla, Drupal oder Typo3 erstellt. Solche Websites kommen in üblicherweise mit wenigen 100 MB aus. Selbst wenn Beitragsbilder eingebaut werden, fällt der nötige Speicherplatz nicht nennenswert größer aus. Zum Vergleich: mein eigener Blog http://www.devisenhandel1x1.de mit knapp 100 Seiten, bei dem in jeden Beitrag ein großes Beitragsbild integriert ist, benötigt ca. 130 MB. Ein anderer Blog von mir http://www.arthrose-im-knie.info mit ca. 80 Seiten benötigt ca. 110 MB.

Nur wenn große Dateien zum Download angeboten werden, wie beispielsweise Videos oder hochauflösende Fotos, die auf dem Server gespeichert werden sollen, muss der Speicherplatz entsprechend höher berechnet werden. Videos, die nur in den Blog eingebaut werden, benötigen übrigens keinen zusätzlichen Speicherplatz, da diese bei YouTube, Vimeo oder anderen Videoportalen hochgeladen werden und von der eigenen Website nur ein Link zu dem Videoportal eingerichtet wird.

Die meisten Einsteigerpakete bei den Webhostern bieten einen Webspace von mindestens 3 GB an, sodass der Webspace für die meisten Webseiten völlig ausreicht und auch mehrere Webseiten mit diesem Speicherplatz betrieben werden können. Notfalls kann auch später der benötigte Webspace erweitert werden.

2. Datenverkehr

Wer mit einer neuen Webseite startet, weiss natürlich nicht im Voraus, mit wieviel Besuchern er rechnen muss. Nahezu alle Webhoster bieten aber inzwischen Flatrates an, sodass man sich nicht mehr darum kümmern muss, mit wieviel Traffic zu kalkulieren ist.

3. Scriptsprache PHP 

PHP ist bei modernen Webseiten nicht mehr wegzudenken, da die Webseiten heute meist nicht mehr statisch, sondern dynamisch sind. Eine Website, die auf einem Content Management System (CMS) wie WordPress basiert (Inhalt und Design werden getrennt verwaltet), braucht PHP. Der Webhoster sollte also auf jeden Fall PHP in der aktuellsten Version, mindestens aber Version 5.3 anbieten.

4. Datenbank mySQL

Die Daten einer Website werden in einer Datenbank verwaltet. Als weltweit populärstes Open-Source Datenbanksystem hat sich MySQL durchgesetzt. Der große Vorteil ist, dass auch wenn man wenig Kenntnis über die Verwaltung einer Datenbank hat, MySQL einen sehr komfortablen Umgang mit seinen Daten ermöglicht. Über phpmyadmin lassen sich beispielsweise relativ einfach komplette Datenbanken im- und exportieren. Alle üblichen CMS Systeme wie WordPress etc. nutzen MySQL. Es ist also wichtig, dass der Webhoster MySQL anbietet und mindestens eine wenn nicht besser mehrere MySQL Datenbanken zur Verfügung stellt.

5. Inklusiv-Domains

Da man neben der Verwaltung seiner Website auch eine oder mehrere Domains für sein Webprojekt benötigt, sollte man die Kosten eines Webhosters auch danach beurteilen, ob er auch eine oder mehrere Inklusivdomains beinhaltet. Man kann natürlich auch das Webhosting und die Domains getrennt voneinander betreiben. Dies ist besonders dann interessant, wenn man Domains erstmal nur parken will, um sich gute Domainnamen zu reservieren. Beispielsweise bieten www.tecspace.de oder www.namecheap.com sehr günstig Domains an. In diesem Fall muss man die Domain über den Nameserver auf seinen Webhoster verlinken. 

Es sollte aber dabei berücksichtigt werden, dass es möglicherweise zu längeren Ladezeiten der Website kommen kann, wenn die Domain beispielsweise in den USA registriert ist, die Daten der Website aber auf einem deutschen Server liegen. Außerdem bedeutet es ein wenig mehr Einrichtungs- und Verwaltungsarbeit, als wenn alles bei einem einzigen Betreiber liegt, wie beispielsweise bei www.all-inkl.com 

Auch die Übersichtlichkeit der Verwaltung seiner Website ist ein Argument, sich für den ein oder anderen Webhoster zu entscheiden. Auch wenn er möglicherweise etwas teurer als andere Webhoster ist, bin ich persönlich mit all meinen Webseiten inzwischen bei All-inkl.com "hängengeblieben", da Service und Übersichtlichkeit einfach hervorragend sind, gerade wenn man viele Webseiten betreibt. Aber das muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

6. Kosten der Webseite

Üblicherweise zahlt man bei allen Anbietern im voraus für ein Jahr. Ein Unterschied zwischen den einzelnen Webhostern besteht aber darin, ob man jährlich oder monatlich kündigen kann. Um Webhoster miteinander zu vergleichen, sind auch die Einrichtungsgebühren zu berücksichtigen. Bei manchen Anbietern ist die Einrichtung gratis, bei anderen muss man eine sog. SetUp Gebühr entrichten. Diese sollte aber nicht das einzige Argument pro oder contra sein, denn letztendlich bleibt man bei einem Anbieter mitunter mehrere Jahre. Daher ist es sinnvoller, einen langfristigen Vergleich anzustellen.

Wer vorhat, eine Website nur kurzfristig einzurichten, um sie z.B. dann gewinnbringend in kurzer Zeit wieder zu verkaufen (als komplettes Webprojekt), dem seien die Webhoster zu empfehlen, die im ersten Jahr komplett kostenlos sind.

Einen Vergleich zwischen den verschiedenen Webhostern bietet das Portal Webhostingvergleich.eu an. Dort lassen sich die wichtigsten Webhoster in Deutschland mit ihren monatlichen Kosten und den jeweiligen Leistungen sehr einfach miteinander vergleichen.

 

 

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